Bundeswehr-Rekrutierung


Die Eroberung der Schulen. Wie die Bundeswehr an Bildungsstätten wirbt.Klassenzimmer

 

Im Juni organisiert die DFG-VK NRW in verschiedenen Städten in NRW Ver­anstaltungen mit dem Journalisten und Autor Michael Schulze von Glaßer, dessen neues Buch gerade erschienen ist.

 

Erste Termine:

13. Juni, Essen

20. Juni, Dortmund 

Uhrzeit und Ort findet man in Kürze hier








Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm"

17. März , 10:30 - 16:30 Uhr, Düsseldorf, DGB-Haus , Friedrich-Ebert-Str. 34-38

Die Diskussion um die Bundeswehr-Werbung an Schulen und darüber hinaus hat im letzten Jahr auf breiter Ebene stattgefunden. An Schulen, bei den Schülervertretungen, in der Friedens- und antimilitaristischen Bewegung, in Jugendorganisationen, in der GEW und anderen Gewerkschaften, im Landesjugendring, in Parteien, in kirchlichen Organisationen und auch im Landtag wurde darüber debattiert. Bei Vielen herrscht ein Unbehagen gegen die Präsenz der Bundeswehr gerade an Schulen vor, allerdings sind die Konsequenzen daraus unterschiedlich. So hat der Staatssekretär im Schulministerium Herr Hecke in einem Schreiben an unser Bündnis bestätigt, dass der Zugang der Bundeswehr zur Lehrer-Aus- und Weiterbildung gestrichen werden soll. Und es mehrt sich die Zahl derjenigen, die klar die Forderung nach Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr unterstützen.

Unser vor einem Jahr gegründetes landesweites Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" möchte nun die Diskussion über weitere Schritte gegen die Bundeswehr-Werbung voranbringen und dazu auch mit Interessierten und Gruppen außerhalb des Bündnisses ins Gespräch kommen. Dazu veranstalten wir die Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm"  am 17. März in Düsseldorf.
Neben einer Podiumsdiskussion soll es in zwei Runden um die weitere Arbeit am Thema und dann um die konkrete Planung einer Aktion gegen die Bundeswehr-Werbung gehen.
Für die Podiumsdiskussion haben wir Vertreter der GEW NRW, der Jusos NRW und der LSV gewinnen können. Die Jusos haben im letzten Jahr ebenfalls einen Beschluss gegen die Bundeswehr-Werbung an Schulen gefaßt. Die GEW befindet sich gerade in einer Diskussionsphase, wie sie sich weiter gegen die Bundeswehr-Werbung wenden soll. Kurzfristig haben wir nun auch noch die Zusage eines Lehrers der Käthe-Kollwiz-Schule aus Offenbach erhalten, dessen Schule sich gegen die Besuche von Jugendoffizieren entschieden hat. Es wird also sicherlich eine spannende Konferenz!


Info-Veranstaltungen zu Bundeswehrwerbung an Schulen

In einer Reihe von Orten in NRW haben bereits erste Aktionen stattgefunden, an einigen Schulen hat man sich schon kritisch mit der Rolle der Bundeswehr auseinandergesetzt. Mit einer Reihe von Info-Veranstaltungen wollen wir nun diese Aktivitäten ausweiten, über die Arbeit unseres Bündnisses "Schule ohne Bundeswehr NRW" informieren, die Hintergründe der Bundeswehr-Werbung aufzeigen und Beispiele für Aktionen vor Ort vorstellen. Zielgruppe sind dabei SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und allgemein politisch Interessierte.

Termine:

2. September, Aachen, "Bundeswehr an Schulen?", VA: Arbeitskreis Antimilitarisierung im AFP in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Aachen und pax christi Aachen, Flyer hier
13. September, Paderborn, "An der Heimatfront - Wer dient wem?", VA: Linksforum Paderborn, Paderborner Initiative g.d. Krieg, pax christi Paderborn, GEW Paderborn, Flyer hier
15. September,
Oberhausen: Werben fürs Sterben - Schule und Bundeswehr", CVJM-Haus, Marktstr. 152, Oberhausen-Zentrum, Beginn: 20.00 h. VA: Oberhausener Friedensinitiative, Bündnis gegen den Krieg, DFG-VK Oberhausen, Flyer hier


Unser Angebot an Gruppen und initiativen vor Ort: Für eine Info-Veranstaltung bei Euch/Ihnen können wir eine/n Referenten/in stellen, der/die mit Unterstützung einer Powerpoint-Präsentation einen Input-Vortrag hält. Außerdem haben wir einen Reader erstellt, der Hilfestellung bei anschließenden Aktionen vor Ort bieten soll. Ihr/Sie müsstet/n  den Termin festlegen, einen Raum besorgen und Werbung betreiben. Vielleicht könnt/en Ihr/Sie auch noch andere Gruppen mit ins Boot holen. 
Mehr Informationen findet man unter www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de

Wenn Ihr/Sie Interesse an dem Veranstaltungs-Angebot habt/en und die Arbeit des Bündnisses unterstützen wollt/en, bitte melden. Wir würden uns freuen!

Schule ohne Bundeswehr auch Thema beim diesjährigen Ostermarsch Rhein/Ruhr

Mit einem eigenen Block beteiligten sich das Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" am Ostermarsch in omaDüsseldorf. Ein eigener Lautsprecherwagen mit fetziger Musik vorweg und Fahnen und Transparenten machten die Forderung nach dem Ende der Bundeswehr-Werbung an Schulen deutlich sichtbar. Robin Cramer von der LandeschülerInnenvertretung hielt bei der Abschlusskundgebung eine mit viel Beifall bedachte Rede . Das war auch dem WDR-Lokalfenster einen Beitrag wert.





Mahnwache fordert Abgeordnete zur Kündigung der Kooperationsvereinbarung auf

„Schule ohne Bundesgewehr“ war auf dem Transparent zu lesen, mit dem Mitglieder und Unterstützer des Bündnissesmahnw „Schule ohne Bundeswehr NRW“ am 30. März vor dem Landtag in Düsseldorf protestierten. Drinnen stand der Antrag der Fraktion „Die Linke“ auf der Tagesordnung, die 2008 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr aufzukündigen. Das Bündnis aus Friedensgruppen, antimilitaristischen und antifaschistischen Gruppen, Schülervertretung und Gewerkschaften sieht in der Kooperationsvereinbarung eine dem Schulgesetz widersprechende einseitige Einflussnahme auf das Schulgeschehen. „Schule sollte ein Ort sein, an dem weder einseitige Meinungsbildung betrieben wird, noch SchülerInnen für den Krieg angeworben werden“, so die Meinung des Bündnisses.

Die von Schulministerin Löhrmann angekündigten Nachbesserungen der Kooperationsvereinbarung sehen die zusammengeschlossenen Gruppen nicht als Lösung an. Die Bundeswehr verfüge über hauptberufliche Jugendoffiziere und mahnweinen millionenschweren Werbeetat. Dem habe die Friedensbewegung als möglicher Gegenpart im Unterricht zwar Kompetenz und Erfahrung entgegenzusetzen, aber eben nicht annähernd die gleiche personelle und finanzielle Ausstattung.

Wir bleiben dabei: Die Bundeswehr hat an den Schulen nicht verloren! Wenn sie werben will, soll sie das in ihren Kasernen tun. Politische Bildung gehört in die Hand der dazu ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer„ so Joachim Schramm von „Schule ohne Bundeswehr“ in seiner Rede vor den Demonstranten.

Am Rande der Mahnwache nahm der Staatsekretär im Schulministerium, Herr Hecke 1000 Unterschriften gegen die Einflussnahme der Bundeswehr auf den Unterricht entgegen, die das Bündnis in den letzen Monaten gesammelt hat. Darunter sind nach Angaben des Bündnisse neben zahlreichen Lehrern auch Prominente wie der Autor Roger Willemsen oder die Kabarettisten Jürgen Becker und Heinrich Pachl.




Schulausschuss des Landtages stimmte für Kooperationsvereinbarung

Mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU stimmte der Schulausschuss des Landtages amlt 16. März gegen einen Antrag der Linken, die Kooperationsverteinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr aufzukündigen. Die Front der Ablehner sah eine große Gemeinsamkeit, dass die Bundeswehr an die Schulen gehöre. SPD und Grüne wollen allerdings auch Friedensgruppen den Zugang zu Schulen ermöglichen.

Mitglieder des Bündnisses "Schule ohne Bundeswehr NRW" versuchten mit bedruckten T-Shirts in der Ausschusssitzung ihre Position deutlich zu machen, wurden allerdings bei der Eingangskontrolle zum Aussziehen der T-Shirts aufgefordert. Die von uns mitgebrachte Begründung unserer Ablehnung des Kooperationsvertrages wurde an die Mitglieder des Ausschusses verteilt, allerdings waren die Positionen offensichtlich schon festgelegt. Nun emtscheidet abschließend das Landtagsplenum.

Mehr zu der Sitzung auch bei der zum Bündnis gehörenden Landesschülervertretung:   http://lsvnrw.de/component/content/article/1-news/190-nrw-schulausschuss-verteidigte-kooperationsvertrag



Netzwerk "Schule ohne Bundeswehr NRW" gegründet"

Über 30 Menschen aus 18 Gruppen und Organisationen aus NRW trafen sich am 5. Februar in Düsseldorf und verständigten sich darauf, gemeinsam für die Abschaffung des Kooperationsabkommens aktiv zu werden, Aktionen vor Ort an Schulen anzustoßen und zu unterstützen sowie Angebote an Referenten und Materialien aus der Friedensbewegung zur Darstellung von Alternativen zur militärischen Sicht der Außen- und Sicherheitspolitik an Schulen zu erstellen. Erste Möglichkeit zur gemeinsamen Aktion ist die Abstimmung über den Antrag der Linken zur Kündigung der Kooperationsvereinbarung im Landtag/Schulausschuss.
Hier unsere Presseerklärung.

Preesseecho: Rheinische Post



DFG-VK NRW sprach mit dem Staatssekretär im Schulministerium und stellt Experten in Schulausschuss-Anhörung

In der ersten Januarwoche fand im Schulministerium ein Gespräch zwischen Mitgliedern der DFG-VK NRW und dem Staatssekretär im Schulminsterium, Herrn Ludwig Hecke statt. Dazu weiter unten ein kurzer Bericht.

Am 12. Januar führte der Schulausschuss des Landtag eine Anhörung zum Antrag der Fraktion "Die Linke" durch, die die Aufhebung der Kooperationsvereinbarung zwischen Ministerium und Bundeswehr fordert. Neben einem Vertreter der GEW und verschiedenen anderen Experten war Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW eingeladen. Die vorab eingereichten Statements der Experten sind auf der Seite des Landtages abrufbar, inzwischen auch das Protokoll.  Presseberichte findet man hier: Streit um Soldaten im Klassenzimmer        Linke will Friedenserziehung

Bericht vom Gespräch mit Staatsekretär Hecke:
Zu Beginn betonte Herr Hecke, dass für das Ministerium eine ersatzlose Streichung der Kooperationsvereinbarung nicht in Frage käme. Allerdings solle die Kooperationsvereinbarung auch nicht in der derzeitigen Form bestehen bleiben, der Beutelsbacher Konsens solle als Grundlage der Kooperation betont werden. Wir bestätigten unsere Forderung als DFG-VK, die Kooperationsvereinbarung zu kündigen, da damit zunehmender Einfluss der Bundeswehr auf die Gestaltung des Unterrichts und auf die Lehreraus- und Weiterbildung möglich werde. Wir wiesen darauf hin, dass die Kooperationsvereinbarung dem Wunsch der Bundeswehr nach Rekrutenwerbung folge und dem des Verteidigungsministeriums nach Werbung für die Auslands- und Kriegseinsätze. Auch auf den Unterschied zwischen der Bundeswehrkooperation und anderen Kooperationen etwa mit der Polizei wurde hingewiesen. Herr Hecke betonte den Wunsch des Ministeriums zur Veränderung der Vereinbarung u.a. auch durch die Möglichkeit, Vertreter der Friedensbewegung in den Unterricht einzuladen. Allerdings sei durch die Aussetzung der Wehrpflicht z.Zt. noch gar nicht absehbar, welche Rolle Jugendoffiziere in Zukunft spielen würden. Gespräche mit der Bundeswehr werde es also eher in einem halben Jahr geben. Er sehe auch die Problematik, dass Vertreter der Friedensbewegung hauptsächlich ehrenamtlich tätig seien und daher auch gerade während der Schulzeit häufig nicht in der Lage, Termine wahrzunehmen. Wir verwiesen auf die Möglichkeit, von Seiten des Schulministeriums hier einen Finanztopf einzurichten, um für ehrenamtliche Kräfte der Friedensbewegung Fahrtkosten und Aufwandsentschädigungen zu finanzieren sowie die Erstellung von Unterrichtsmaterialien zu unterstützen. Auch mögliche Verweise auf Angebote der Friedensbewegung über den Bildungsserver des Schulministeriums sprachen wir an. Der Staatssekretär betonte sein Ziel, dass es innerhalb einer Unterrichtseinheit keinen isolierten Auftritt eines Jugendoffiziers geben solle. Entweder müsse ein Vertreter der Friedensbewegung hinzugezogen werden, oder der Lehrer müsse die alternativen Konzepte in diesem Bereich darstellen. Auf unsere Frage nach der Festlegung der Freiwilligkeit der Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an solchen Veranstaltungen verwies Herr Hecke auf den Standpunkt des Ministeriums, prinzipiell keine Ausnahmen von der Teilnahmepflicht am Unterricht zuzulassen. Lediglich bei Veranstaltungen, die keinen Unterricht darstellten (z.B. Kasernenbesuche u.ä.) könne es eine Freiwilligkeit geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es jenseits der Forderung nach Kündigung der Kooperationsvereinbarung Gesprächsbereitschaft beim Ministerium gibt. Die Einbeziehung von Positionen der Friedensbewegung in den Unterricht wird als wünschenswert angesehen. Allerdings ist der Weg dahin unklar, Finanzmittel dafür sind erst mal nicht vorgesehen. Vor dem Hintergrund der ausgetauschten Argumente ist ein Festhalten an der Kooperationsvereinbarung eigentlich nicht nachvollziehbar. Hier spielen wohl eher Gründe der Staatsräson eine Rolle.

Fachtagung "Bundeswehr und Schule" in Köln fand regen Zuspruch

Die Tagung "Bundeswehr und Schule" der DFG-VK NRW am 13.11. in Köln fand regen Zuspruch, anwesend waren u.a. Vertreter der LandesschülerInnenvertretung, der Kölner Initiative "Schule ohne Bundeswehr", der kirchlichen "Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden", des Aachener Friedenspreises und Aktive aus verschiedenen Ortsgruppen der DFG-VK. In der lebendigen Diskussion im Anschluss an die Input-Vorträge wurde einhellig die verstärkte Einflussnahme der Bundeswehr auf die Schule, aber auch auf die Lehreraus- und -weiterbildung abgelehnt, wie es z.B. auch die GEW Nordrhein-Westfalen in einem Beschluss auf ihremmichi Gewerkschaftstag im April getan hat. Vor diesem Hintergrund forderte auch die überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen unserer Tagung die ersatzlose Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Schulministerium. Es wurde von TeilnehmerInnen darauf verwiesen, dass die Bundeswehr durch ihre Präsenz in Schulen, Arbeitsämtern und Berufsmessen auch versuche, Zustimmung zu dem in der Bevölkerung hoch umstrittenen Afghanistan-Einsatz zu erlangen. Gerade vor dem Hintergrund der wohl bald ausgesetzten Wehrpflicht wirke die Aktivität von Jugendoffizieren beabsichtigt oder unbeabsichtigt als Werbung um Freiwillige für Auslandseinsätze. Aus der Tagung entstand die Idee, sich zu weiteren Aktivitäten gegen die Bundeswehrpräsenz an Schulen zu vernetzen.

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Realschule Kalkar gibt Unterricht an die Bundeswehr ab

 

Pädagogen und Schulleitungen am Niederrhein stehen stramm, wenn sich die Bundeswehr als Schule der Nation präsentiert. So wurden kurz vor den Ferien 55 Schülerinnen und Schüler der Gustav-Adolf-Hauptschule Goch, sowie des Gymnasium Aspel in Rees im Rahmen einer schulischen Veranstaltung in die Bundeswehrkaserne nach Wesel gefahren, um dort „Einblicke in das Leben der Soldaten“ (Pressemitteilung der Bundeswehr) zu bekommen. Dies wurde den Schülerinnen und Schülern dann als eine Art Abenteuercamping mit sportlichen Geländespielen und mit dem faszinierendem Gebrauch echter Waffen in einem „Schießkino“ vorgeführt, inklusive einem Wunschmenu aus der Truppenküche. Für die Schulleitung der Realschule Kalkar sind solcherart Militärerlebnistage anscheinend nicht genug. Sie toppte das Ganze mit einem Kooperationsvertrag zwischen Schule und örtlich stationierter Luftwaffe. Laut Kooperationsvertrag sollen ab September acht Schülerinnen im Rahmen des Projektes „Mädchen wählen Technik“ ein halbes Jahr lang einmal wöchentlich von Bundeswehrausbildern in der „Luftwaffenkampfführungsanlage“ Uedem unterrichtet werden. Bei dem Projekt sollen neben der „Förderung von technischen Interessen“ den Schülerinnen - laut Pressemitteilung der Bundeswehr – „wichtige Impulse zur Berufs- und Lebensplanung“ gegeben werden. Artikel darüber, die von der Presseabteiluing der Bundeswehr stammten , erschienen in zwei lokalen Anzeigenblättern und in dem lokalem Internetportal „Kle-point“. Kinder und Jugendliche dem Einfluss eines Militärapparates auszusetzen steht in fundamentalem Gegensatz zu Bildungszielen wie der Förderung gewaltfreier Konfliktlösungen, der Toleranz gegenüber anderer Kulturen und der Kritikfähigkeit gegenüber Manipulationen.(siehe auch Leserbrief der DFG-VK Kleve im Anhang) Es ist dringend geboten, den zunehmenden Einfluss der Bundeswehr auf die schulische Bildung zu stoppen. Auf Landesebene sollte das Schulministerium die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr umgehend aufkündigen.

Die Schulleitung der Realschule Kalkar sollte an ihre pädagogische Verantwortung erinnert werden. Ihre Entscheidung, der Bundeswehr Unterricht zu überlassen, ist zu revidieren. Entsprechende Schreiben, Anrufe, Mails an:

Städtische Realschule Kalkar

Am Bollwerk 14

47546 Kalkar

Tel. 02824-9999-41

Mail: sekreteriat@realschule-kalkar.de

Leserbrief der DFG-VK Kleve

 

"Die Schule der Nation ist die Schule"

Aufruf jetzt hier online unterzeichnen!

 

"Deshalb wehren wir uns gegen die zweckgeleitete Beeinflussung von Jugendlichen durch die Bundeswehr. Das Militär hat an Schulen, Arbeitsämtern, Bildungsmessen nichts zu suchen. Es darf keine Werbeanstrengungen, offen oder verdeckt, an den Schulen geben, keine Unterrichtseinheiten, die Schüler auf angebliche Sachzwänge orientieren statt eine gründliche Problemanalyse zu erarbeiten, keine Freizeiten, die mit Abenteuergeist und Technikfaszination ein geschöntes Bild vom Leben als Soldat vorspiegeln." So heißt es im Aufruf der Kölner Initiative "Schule ohne Bundeswehr", der jetzt auch online zu unterzeichnen ist.