Für eine Senne ohne Militär!
Die Senne in Ostwestfalen ist ein Landschaftsraum, der
uneingeschränkt als nationalparkwürdig eingeschätzt wird
und als einzigartig in Europa gilt. Doch in der Senne übt das
Militär - direkt nebenan sind Kampfdörfer entstanden, in
denen das britische Militär realitätsnah den Häuserkampf
gegen die aufständische Bevölkerung in Afghanistan trainiert.
Wir müssen uns auf Gefechtslärm, Schießereien,
Hubschrauberüberflüge und einiges andere einstellen. Direkt
betroffen davon werden die Anwohner sein oder sie sind es bereits.
Eltern sind gezwungen, ihren Kindern das Treiben auf
dem Truppenübungsplatz zu erklären: Aber wie erklärt man
glaubhaft die Wichtigkeit eines Trainings, das zum Töten
führt?
Der "Hövelhofer Appell" - verabschiedet auf dem Ostermarsch Senne 2011 am 23.04.2011 in Hövelhof fasst die Fordeungen zusammen:
Seit mehr als einhundert Jahren wird in der Senne Krieg geübt, werden Menschen vorbereitet auf militärische Einsätze, vom Ersten und Zweiten Weltkrieg bis zum Krieg in Afghanistan. Es ist an der Zeit, ein Ende zu machen mit dieser Militärgeschichte der Senne.Wir fordern:
• sofortige Einstellung der Kriegsübungen in der Senne und Abbau der Kampfdörfer;
• Schluss mit dem Krieg in Afghanistan;
• eine zivile Zukunft für die Senne;
• Schutz für Mensch und Natur!
Die einzigartige Senne-Landschaft bietet die Chance, einen Raum zu schaffen, in dem die Natur erhalten und gedeihen kann und in dem Menschen sich erholen können, ungestört von der Militärmaschinerie. Darin liegen auch die Möglichkeiten wirtschaftlicher Entwicklungen der Senne-Gemeinden. Deshalb fordern wir: Eine Entscheidung gegen die militärische Nutzung der Senne – jetzt!
Aus dem Bereich der Umweltschutzverbände kommt der
Aufruf "Unsere Senne. Für Mensch und Natur":
„Ich fordere mit meiner Unterschrift, dass der Truppenübungsplatz Sennenach Abzug der Britischen Rheinarmee nicht mehr militärisch genutzt wird.“
Der Aufruf kann hier online unterzeichnet werden.
